Nicht schon wieder die Schlacht im Teutoburger Wald aus dem neunten nachchristilichen Jahrhundert als Vehikel für einen historischen Roman! Denkt man zuerst, aber Geraint Jones’ „Der Krieger“ fesselt durch eine ungewohnte Perspektive und vor allem durch Realitätsnähe. Dank unglücklicher Umstände wird Legionär Felix Teil von Varus’ Armee, die in die Wälder Germaniens aufbricht, um vermeintliche Unruhen zu unterdrücken. Dabei gerät sie in den Hinterhalt des germanischen Fürsten Arminius, der Varus’ Kämpfer in einer dreitägigen Zermürbungsschlacht vernichtet und den Römern eine der schlimmsten Niederlagen ihrer Historie zufügt. Geraint Jones erzählt die Geschichte aus dem Blickwinkel eines einfachen Legionärs. Der Hergang der Katastrophe wird sehr anschaulich geschildert. Da der Roman der Auftakt einer Trilogie ist, darf man auf die nächsten Teile gespannt sein. sp