Romy Schneider (1938-1982) war ein scheues Kind. Wenn ihr der Trubel im Haus ihrer Mutter Magda (1909-1996) zu viel wurde, versteckte sich das Mädchen in einer Truhe. Genau diese Truhe steht zurzeit im Kunst- und Auktionshaus Ruef in Landshut. Außerdem findet man dort eine Flasche mit dem Rest von Romys Lieblingsparfüm Vanisia – ebenso wie ihre Handtasche, mit der die legendäre Schauspielerin auf vielen Fotos zu sehen ist. Dazu gibt es noch ein herzförmiges Bild, das Romy als Baby mit Mama Magda zeigt.
All das und rund 50 weitere Gegenstände aus Romy Schneiders Besitz werden nun am 30. März in Landshut versteigert. Das Haus, aus dem die Gegenstände stammen, hatte Magda Schneider im Berchtesgadener Land bauen lassen. Hier sollte ihre Tochter aufwachsen. Kurz nachdem Romy 1938 in Wien zur Welt gekommen war, zog Magda mit ihr in das neue Haus um.
Schon als Kind entdeckte das Mädchen dort die Liebe zur Schauspielerei: Romy plünderte den Kleiderschrank ihrer Mutter und spielte deren Filmszenen nach. Magda Schneider war zwar eine gefragte Schauspielerin, erreichte aber nie den Ruhm der Tochter. In den Jahren 1955 bis 1957 gelang Romy Schneider mit der Rolle der Kaiserin Elisabeth in der „Sissi“-Trilogie der Durchbruch. Auf ihrer Suche nach anspruchsvollen Rollen zog sie später nach Paris. Die persönlichen Dinge, die jetzt bei der Auktion unter den Hammer kommen, vermitteln einen Eindruck von Schneiders Persönlichkeit. Vom 22. bis 27. März kann man die Kostbarkeiten im Kunst- und Auktionshaus von Andreas Ruef und Axel Schlapka vorbesichtigen. mm
Informationen
im Internet unter
www.kunstauktionen- ruef.de;
Telefon 0871/ 276 69 80.