Dass es so etwas überhaupt noch gibt, ist ja durchaus eine Nachricht. Zu Zeiten, in denen Hip-Hop- Aufschneider oder Electro-DJs mit inhaltsloser, aber umso dickerer Hose als die neuen Rockstars gefeiert werden, gehen fünf Burschen mit stoischem Willen zum Rock’n’Roll in den Proberaum, drehen ihre Verstärker auf, heben das eine oder andere Kaltgetränk und schreiben sich dabei so manchen Song von der Seele. Rustikarl aus dem sauerländischen Brilon haben es mit dieser Art von „Therapie“ immerhin zum Kultstatus in ihrer Heimat gebracht. Ihr Debüt soll die junge Fünferbande nun bundesweit bekannt machen. Für Freunde von hymnischen Punk’n’Roll zwischen den
Toten Hosen und Madsen sowie von deutschsprachigen Inhalten zwischen Saufen und Freundschaft bestimmt ein Gewinn. Für alle anderen höchstens als Erinnerung an eine Zeit geeignet, in der solche Bands noch im lokalen Jugendzentrum zu hören waren. cu