Fast fünfzig Jahre sind vergangen. Als Giulia Masca 1946 aus Amerika heimkehrt ins Piemont, scheint ihr alles so fremd, so weit weg – und ist ihr doch so vertraut, so nah. Auf den Spuren ihrer Kindheit, ihrer kaputten Familie, ihrer ersten Liebe lässt Autorin Raffaella Romagnolo sie zurückblicken und erzählt dabei – ganz nebenbei – viel mehr: Neben Giulias Schicksal als italienische Gastarbeiterin in Amerika schildert sie nicht nur das Leben der im Piemont zurückgebliebenen besten Freundin Anita, die Giulia einst den Verlobten stahl, sondern die Geschichten verschiedener Bewohner der fiktiven italienischen Kleinstadt und damit auch – ganz nebenbei – die Historie Italiens während der zwei Weltkriege. Virtuos springt sie dabei zwischen Zeiten und Figuren, ohne je den roten Faden zu verlieren. Mitreißend, bewegend und spannend bis zum Schluss. mbl