Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass Anhänger unterschiedlicher Konfessionen Spielfilme drehen, in denen sie ihre Glaubensbekenntnisse verdeutlichen. Gerade in den USA gibt es dafür viele Beispiele, Filme wie „Die Hütte“ oder „Himmelskind“ zählen dazu. Nur sollte man wissen und entsprechend deutlich machen, dass diese Produktionen nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Erhebung des Geistes dienen sollen. „I can only imagine“ zählt ebenfalls zu dieser Gattung – entsprechende Hinweise fehlen allerdings. Zunächst erzählen die Brüder Andrew und Jon Erwin zwar klischeehaft, aber noch klar strukturiert das traurige Märchen vom Buben mit Gold in der Kehle, der vom Trunkenbold-Papi (Dennis Quaid) vernachlässigt Zuflucht in der Musik findet und zum Superstar aufsteigt. Die Läuterung des Vaters und Versöhnung mit dem Sohn ist allerdings in ihrer bigotten Erbaulichkeit derart süßlich und aufdringlich, dass auch J. Michael Finleys tolle Stimme nichts rettet. ulf