Betörend schön

von Redaktion

Hörenswert ((((;

Wer wissen will, was ein einzelnes Cello alles kann, der muss sich Andrei Ioniţas Solo-CD „Oblique Strategies“ anhören. Natürlich eröffnet der 25-Jährige sein Recital mit Bachs Suite Nr. 1, deren Tänze er überaus treffend charakterisiert. Die Beweglichkeit, mit der er sein Cello spielt, fesselt auch in den „Schrägen Strategien“. Bei den elf musikalischen Splittern, in denen Komponist Brett Dean den Interpreten technisch wie klanglich herausfordert, enthüllt Ioniţa schwerelos den Zauber dieser Miniaturen. Kurz und knackig unterhält er zum Abschluss mit „Black Run“ (2001) des Schweden Svante Henryson. Im Zentrum der CD rangiert die Solo-Sonate von Zoltán Kodály. Ein Meisterwerk, das der Cellist mit stupendem Können wunderbar ausdrucksvoll gestaltet. Dank der vorzüglichen Qualität der Aufnahme wird hörbar, wie Ioniţas Cello selbst in der hohen Lage betörend schön singen kann. Ein Genuss!  lus

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