Dichter Liao Yiwu liest in Murnau

von Redaktion

China hat fast zur Gänze die Erinnerung an das Gemetzel an wehrlosen Studenten auf dem Platz des Himmlischen Friedens verdrängt. Es entsetzte vor 30 Jahren die Welt. Liao Yiwu, Schriftsteller und Systemkritiker (60; Foto: Arne Dedert/ dpa), ist dem staatlichen Terror, der bis heute herrscht, knapp durch seine Flucht entkommen. Das Gedenken an die Untat hält er unter anderem durch das Langgedicht „Massaker“ (1989) wacht. Daraus trägt er am 2. Juni, 15 Uhr, in der Murnauer Villa Riedwies, Oberried 2, vor – die einzige Lesung in Deutschland. Die anderen Stationen sind London und New York. „Wir haben diesen ländlichen Ort bewusst gewählt, weil die Bergkulisse symbolisch für Freiheit steht und somit den größtmöglichen Kontrast zu Herrn Liaos Zeit im chinesischen Foltergefängnis darstellt“, erklärt der Hamburger Theaterproduzent Stephan Knies bei einem Gespräch in der Marktgemeinde. Liaos Auftritt wird ergänzt von der Lesung aus seinem neuem Buch „Herr Wang, der Mann, der vor den Panzern stand“ (Karten: www.eventim.de und in der Murnauer Buchhandlung Gattner).  cw/ mm

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