Dass dieser Film vollendet wurde, ist an sich schon eine Sensation: Nach der erfolgreichen Uraufführung der „Dreigroschenoper“ (europaweit allein 1928 mehr als 4000 Vorstellungen) war rasch klar, dass das Stück von Bertolt Brecht und Kurt Weill verfilmt werden soll. G. W. Pabst wurde für die Regie verpflichtet, Brecht und Weill sollten die kreative Kontrolle behalten. Das ging grandios in die Hose. Brecht prozessierte gegen die Adaption – und verlor. Pabst vollendete seinen Film 1931 „nach Brecht“, die Geschichte teilte er vor allem zu Beginn akkurat zwischen der Erzählung um Mackie Messer und den Szenen mit Bettlerkönig Peachum. 2006 wurde „Die 3 Groschenoper“ hervorragend restauriert – jetzt liegt diese Fassung schön gestaltet als DVD und Blu-ray vor. Ein gelungenes Beiheft informiert über die Entstehungsgeschichte, besonders lesenswert ist die Auswertung der damaligen Presseberichte. In den Extras erinnert sich unter anderem Michael Pabst, der Sohn des Regisseurs, an diese Arbeit seines Vaters. leic