Zwischen Oper und Film

von Redaktion

Festival stellt Mieczyslaw Weinberg vor

München hat ein neues Festival: Das Jewish Chamber Orchestra Munich (JCOM) stellt Mieczyslaw Weinberg vor. Anlass ist der 100. Geburtstag des russischen Komponisten jüdisch-polnischer Abstammung. Und: Wie Festivalorganisator und JCOM-Dirigent Daniel Grossmann nicht müde wird zu betonen, das facettenreiche Werk und die außergewöhnliche Biographie Weinbergs einem größeren Publikum näherzubringen.

Das Festival startet mit einer „Expedition“ aus Kammerkonzert und von Grossmann zusammengestellten Einblicken in das Leben des Freundes von Dmitri Schostakowitsch. Denn Weinbergs Wirken, das unter anderem mehr als 20 Symphonien und Kammersymphonien umfasst, ist geprägt durch seine Kriegserfahrungen. Die Nazis löschten die Familie aus, er selbst musste seine Heimat Warschau verlassen, bis zu seinem Tod 1996 lebte er im Moskauer Exil.

Zu hören ist in München auch der Filmmusik-Komponist Weinberg in „Wenn die Kraniche ziehen“. Der im Ostblock sehr bekannte Streifen bekam sogar in Cannes die „Goldene Palme“. Grossmann holt ihn nun zurück auf die große Leinwand. Höhepunkt des Festivals dürfte die Aufführung der Kammeroper „Lady Magnesia“ werden, die auf einer grotesken Geschichte von George Bernhard Shaw basiert. Auf Sänger, Musiker und Besucher warten laut Grossmann „interessante Herausforderungen“. Zu hören sind unter anderem E-Gitarren und ein Jazz-Drumset.  ad

Weinberg-Festival

vom 20. bis 26. Mai an verschiedenen Orten. Informationen unter www.jcom.de

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