IN KÜRZE

Regisseur Brisseau mit 74 Jahren gestorben

von Redaktion

Der chinesische Künstler Ai Weiwei (Foto: Maurizio Gambarini/dpa) wirft dem Westen vor, zu viel Rücksicht auf die Pekinger Staatsführung zu nehmen. Jede Nation denke „zuerst an die eigenen Interessen und nicht an die Menschenrechte, so ist es einfach“, sagt er dem Magazin „Der Spiegel“. „Alles ist vergiftet durch die Rücksichtnahme auf China.“ Ai Weiwei stand dort jahrelang unter Hausarrest und lebt derzeit in Berlin. Gleichzeitig hadert er damit: „Als ich ankam, fühlte ich mich nicht wie ein Fremder. Doch je länger ich hier bin, umso mehr komme ich mir doch so vor.“ Am 18. Mai eröffnet eine große Ausstellung seiner Werke in Düsseldorf.

Ob mit Trickfilmclubs, Technotheken oder Agentenralleys – die Gemeinde- und Stadtbüchereien wollen nach Verbandsangaben künftig mit digitalen Angeboten vor allem bei Kindern und Jugendlichen stärker punkten. Dabei sei es aber notwendig, auch in den Köpfen von Erwachsenen das überkommene Image der „Leihbücherei“ zu verändern, sagte die Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Bibliotheksverbandes, Barbara Schleihage, im Vorfeld einer Nürnberger Tagung. Der Wandel von der Büchersammlung zum multimedialen Info- und Lernzentrum sei bei vielen Menschen noch nicht angekommen. Was Bibliotheken zu bieten hätten, lasse sich Kindern und Jugendlichen am besten spielerisch vermitteln. Das gehe aber in einer Welt, in der schon die Jüngsten mit Smartphones in Berührung kämen, kaum ohne digitale Hilfsmittel, erläutert Schleihage. So böten inzwischen etliche Bibliotheken „Agentenjagden“ oder Bücherei-Ralleys an: Dabei begeben sich Kinder mit Tablets und mittels QR-Codes in der Bibliothek auf Spurensuche und lernten so das Haus kennen.

Der französische Regisseur Jean-Claude Brisseau ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Der gebürtige Pariser sorgte vor allem mit Erotikfilmen wie „Heimliche Spiele“ für Aufsehen. In diesen Produktionen hat der umstrittene Brisseau häufig sexuelle Obsessionen umgesetzt. Zu seinen bekanntesten Werken zählen neben „Céline“ das Drama „Weiße Hochzeit“ (1989). Der Film mit Vanessa Paradis handelt von einer Liebesbeziehung zwischen einem Lehrer und seiner Schülerin. 2012 gewann Brisseau für „La fille de nulle part“ (Das Mädchen von Nirgendwo) in Locarno den Goldenen Leoparden.

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