Polierter Allerwelts-Pop

von Redaktion

Annehmbar (((;;

Man kann es sich gut vorstellen, wie diese Band in ihren Anfangstagen geklungen hat: Stampf-Beat-getriebene Straßenmusik zwischen keltischem Folk, Ska und Rock, bei der man sicher zugehört beziehungsweise mitgefeiert hat. Ihrem dritten Album lassen sich diese Wurzeln noch anhören. Allerdings standen Ruth Patterson alias Holy Moly und ihren Crackers der Sinn nach Veränderung. Das muss nichts Schlechtes sein, wie „Through with talking“ oder „Upside down“ nahelegen. Der ungehobelte Rag-Anteil ist rauspoliert, dafür gut gemachter, dicker Indie-Rock drin – und doch will keine rechte Feierstimmung aufkommen. Vielleicht hat es Produzent Matt Terry (The Prodigy) mit dem Electro-Charakter etwas übertrieben, den er den melodischen Stampfern mitgegeben hat, vielleicht ist die Produktion auch schlichtweg zu glatt. So ist man näher am Allerwelts-Pop gelandet als am mitreißenden Rock.  cu

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