Es ist eine ernüchternder Lebensbeichte, die der alternde Medizinalprofessor da ablegt: Seine Schüler haben alle kein Talent und dementsprechend keine Karriere gemacht, seine Frau erzählt ihm immer dasselbe, seine Tochter heiratet heimlich einen Mann, den er ablehnt, sein Mündel und Patenkind ist eine unbegabte Schauspielerin, die sich derzeit noch von seinem besten Freund aushalten lässt, der aber finanziell schon schwächelt: Jetzt wäre er an der Reihe, ausgenommen zu werden wie eine Mastgans. Anton Tschechows Erzählung wird von keinem Geringerem als Gert Westphal meisterhaft zu Gehör gebracht. Der geniale Vorleser macht aus diesem nahezu philosophischen Text, der die uralte Frage nach dem richtigen Leben stellt, das beklemmende Bild einer Verstrickung, aus der den Helden nur der eigene Tod befreien kann. hilo Hervorragend (((((