Wie bitte schön schafft man das? Erst den Mount Everest in Rekordzeit besteigen – und dann mit Skiern wieder herunterfahren. Und das ist ja nur eines der irren Unternehmen, die Extremkletterer Hans Kammerlander gewagt hat. Was den Südtiroler antreibt? Auf diese Frage findet das Dokudrama „Manaslu“ Antworten. In Spielszenen erfahren wir von der harten Arbeit auf dem elterlichen Hof, auf dem es selbstverständlich war, mit anzupacken, bis alle Knochen schmerzten. „Vermutlich habe ich daher mein Durchhaltevermögen“, sinniert Kammerlander in den dazwischengeschnittenen Interviewfrequenzen. Das hat ihn auch dazu gebracht, mit 61 erneut den 8163 Meter hohen Manaslu anzugehen – jenen Berg, auf dem er 26 Jahre zuvor bei einer Expedition zwei Freunde verlor. Der Film begleitet ihn hierbei und lässt das Drama von einst nachspielen. Unfassbar, höchst eindrucksvoll. kjk