Salman Rushdie bringt in diesem Herbst sein neues Buch auf den Markt. Der 480 Seiten starke Roman „Quichotte“ soll am 14. Oktober erscheinen, wie der C. Bertelsmann Verlag in München mitteilte. Er soll „eine Hommage an Cervantes’ unsterbliches Werk“ sein und „ein überwältigender ,Don Quijote‘ für unsere Zeit“, kündigt das Haus an. In Rushdies Buch geht es demnach um einen Mann, der besessen ist von der Fernsehwelt, das Herz der Königin der Talkshows erobern will und sich dafür auf einen Roadtrip quer durch die USA begibt. „Er erzählt dabei auch von Vater-Sohn-Beziehungen, Geschwisterstreitigkeiten, unverzeihlichem Handeln, alltäglichem Rassismus, der Opioidkrise in den USA, Cyber-Spionen, Science-Fiction, dem Leben des Mannes, der Quichotte geschaffen hat und nicht zuletzt vom Ende der Welt.“ Rushdie wird mit den Worten zitiert: „Als ich ,Quichotte‘ schrieb, fühlte es sich anders an als alles, was ich zuvor geschrieben habe. Das war eine aufregende, aber irgendwie auch unheimliche Erfahrung.“ Er habe außerdem über die Liebe schreiben wollen: „kaputte Liebe, besessene Liebe“.
Der indischstämmige Schriftsteller war im Iran vor fast 30 Jahren in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden. Radikale Muslime hatten sein Buch „Die satanischen Verse“ als gotteslästerlich empfunden. Die „Fatwa“ genannte Todesdrohung wurde bis heute nicht offiziell aufgehoben. Der 72-Jährige lebte jahrelang im Untergrund. Sein bislang letztes Buch war 2017 erschienen. In „Golden House“ setzte er sich mit der politischen Kultur in den USA auseinander.