Die ungarische Philosophin und Schoah-Überlebende Ágnes Heller ist im Alter von 90 Jahren im Badeort Balatonalmadi am Plattensee gestorben. Ungarischen Medienberichten zufolge starb sie beim Schwimmen in dem See. Heller (Foto: Boris Roessler/dpa) wurde 1929 in Budapest geboren. Als junges Mädchen überlebte sie im dortigen Ghetto den Holocaust. Im Jahr 1947 wurde Heller Schülerin und später Mitarbeiterin des ungarischen Philosophen Georg Lukács. Nach Repressionen des damaligen kommunistischen Regimes emigrierte sie 1977 nach Australien und nahm eine Professur in Melbourne an. Neun Jahre später wurde sie zur Nachfolgerin von Hannah Arendt auf deren Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research in New York ernannt.
Nach der Wende 1989 pendelte Heller zwischen New York und Budapest. Als Kritikerin des ungarischen Präsidenten Viktor Orbán äußerte sie sich bis kurz vor ihrem Tod auch immer wieder zu politischen Entwicklungen. Das Internationale Auschwitz Komitee würdigte Hellers klares Eintreten gegen Hass und Gleichgültigkeit. „Das populistische Hetztreiben der Orbáns dieser Welt erzürnte und empörte sie zutiefst, aber Schweigen war für sie nie eine Option“, betonte der Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner: „Sie analysierte den Hass mit präziser Klarheit, die aus ihren eigenen Erinnerungen an die Entwicklung des Faschismus in Europa gespeist war. Sie warnte vor diesem Hass und vor der Gleichgültigkeit angesichts dieses Hasses.“ Eine gute Einführung in ihr philosophisches Werk bietet Heller in ihrem Buch „Eine kurze Geschichte meiner Philosophie“. Von ihrem bewegten Leben erzählt sie in dem Erinnerungsband „Der Wert des Zufalls“; beide Bücher sind in der Edition Konturen erschienen.
Die Neuverfilmung von „Der König der Löwen“ haben nach Angaben von Disney bislang gut 841 000 Zuschauer in den deutschen Kinos gesehen. Wie der Konzern mitteilte, seien damit von Mittwoch bis Samstag rund 8,4 Millionen Euro eingespielt worden. Damit sei „Der König der Löwen“ der zweiterfolgreichste Kinostart des laufenden Jahres nach „Avengers: Endgame“. 25 Jahre nach dem Erfolg des Zeichentrickfilms war „Der König der Löwen“ vergangenen Mittwoch ins Kino gekommen. Erzählt wird vom Löwen Mufasa, der sein Reich an seinen Sohn Simba weitergeben will und damit seinen Bruder Scar verärgert, der selbst auf den Thron spekuliert. Neben den Tieren wurden auch die Landschaften fotorealistisch am Computer entworfen, inspiriert von Schauplätzen in Afrika.