Fans von Moop Mama, das weiß man nach diesem rauschenden Jubiläumskonzert, sind große Dulder. Denn das ambitionierte Projekt mit zwei Bühnen und Überraschungsgästen im gut gefüllten Münchner Tollwood-Zelt ringt den stimmungsbereiten Festgästen erstmal einige Geduldsproben ab: Immer wieder streiken die Mikros, und die Sänger bleiben stumm. Aber sich davon die Laune verderben lassen? Keinesfalls!
Ist auch schwer hinzubekommen bei dieser zehnköpfigen Combo, die unerbittlich und mit sattem Bläserklang die gute Laune ins Zelt schaufelt. Die, gelinde gesagt, erstaunliche Mixtur aus Schlagwerk, Bläsersätzen und Rap-Gesang der Münchner bläst die Fans zuverlässig aus den Socken. Der Rhythmus und die aufrichtige Fröhlichkeit der Musiker schleift selbst tendenziell bewegungsunwillige Menschen. Freunde und Weggefährten wie Fatoni (der ursprüngliche Rapper der Formation) oder Dreiviertelblut wirken offenkundig mit großer Freude bei der Sause mit und regeln die Stimmung im Laufe des Abends auf Orkanstärke.
Technische Problemchen hin, schwüle Luft her, die Menschen lassen sich von solchen Widrigkeiten nicht abhalten, eine aufgekratzte Party zu feiern. „Wenn du ein Mensch bist, dann hab ich Liebe für dich“, singen Moop Mama so hübsch – und an diesem Abend wird dieses Motto gelebt.