Die Tragödie schleicht sich an

von Redaktion

Sehenswert ((((;

Allen geht’s gut. Auf den ersten Blick zumindest. Bei der schwedischen Restaurant-Dynastie Löwander ist nach den Kriegsjahren endlich Ruhe eingekehrt. Tochter Nina ist von den Tabletten losgekommen und hat den Küchenjungen Calle geheiratet. Der ist in der Hierarchie hinter dem Herd aufgestiegen. Auch Peter kann sich als Restaurantchef behaupten. Sogar Seniorchefin Helga, die das Stockholmer Nobellokal einst regierte, hat viel von ihrer Strenge verloren. Doch die Versöhnung mit Sohn Gustaf ist nur einer ihrer Wünsche… Wie schon in der ersten Staffel steigert sich die Dramatik erst allmählich. Die Regisseurinnen Anna Zackrisson und Andrea Ostlund nehmen sich Zeit, die Charaktere zu entwickeln. Nach den ersten, eher gemächlich erzählten Folgen bricht die Tragödie herein. In zehn Teilen entfaltet sich ein angenehm unkitschiges Kaleidoskop an Emotion und Historie.  ulf

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