Ob ehemaliger Wing-Chun-Champion (Max Zhang) oder Bossin eines Gangster-Syndikats (Michelle Yeoh): Die Helden von „Master Z – The Ip Man Legacy“ sehnen sich eigentlich nur nach einem friedlichen Leben als redliche Geschäftsleute. Tragisch für sie, Glück fürs Publikum, dass ihnen das nicht vergönnt ist. So kann Großmeister Yuen Woo-Ping (Choreograf unter anderem für „Matrix“, „Tiger & Dragon“) Kampfkunst inszenieren, wie man sie mit solch eleganter Wucht, solch Einfallsreichtum, Expressivität und dramaturgischer Cleverness lang nicht gesehen hat. Der Film ist eine grandiose Feier klassischen Hongkong-Kinos – und des verschwundenen Hongkong der Sechzigerjahre mit dessen legendärer Bar Street. Wenn er die westlichen Kolonialherren als despotisch und korrupt zeichnet, kann man Parallelen ziehen zu heutigen Herrschern der „Sonderverwaltungszone“. wil