Krach, der Spaß macht

von Redaktion

Thrash Metal mit Anthrax im Backstage

Na klar ist es nur Krach. Schnellstes Schlagzeug-Stakkato, schnellste Gitarrenriffs, schnellste Bassläufe und Gitarrensoli und, kein Scherz: nicht schnellster, sondern melodiöser hoher Gesang. Damen und Herren, willkommen bei Anthrax! Um stilecht das Konzert der Trash-Metal-Band aus den USA am späten Dienstagabend im fast ausverkauften Backstage-Werk zu beschreiben, bedürfte es Kraftausdrücke, die nicht druckreif sind. Deshalb folgende abgemilderte Alternativen: Hammer! Heiß! Höllisch! Schweißtreibend! Laut! Uff! Peng! Knall! Zack! Yeah!

Anthrax zählen neben Metallica, Megadeth und Slayer zu den großen vier des Trash Metal, der schnellen Variante des Heavy Metal. Für den Nicht-Metaller ist die Einteilung in Kategorien wohl wurscht, er erkennt keinen Unterschied – ist eh alles nur Krach. In den Steigerungsformen schnell, schneller, Anthrax. Für Fans ist es schlichtweg Krach, der Spaß macht.

An dieser Stelle zwei Fachbegriffe aus der Welt des Heavy und Thrash Metal: Headbangen und Moshen. Ersteres ist das heftige Nicken des Kopfes inklusive Schütteln der Haare (soweit diese bei den älteren Fans, von denen viele im Backstage abgehen wie Schmitz’ Katze, noch vorhanden sind); der Moshpit ist ein bei Konzerten entstehender Kreis, in dem die Zuschauer wie von Sinnen headbangen und herumtoben. Moshen eben. Beides zeigen die Metalheads beim Anthrax-Konzert 75 Minuten lang mit voller Hingabe. Vom Start weg, als Anthrax mit „Caught in a Mosh“ die Richtung vorgeben.

Genug der Theorie, in der Praxis haben die beiden Vorzeigeköpfe Joey Belladonna (Gesang) und Scott Ian (Gitarre) bewiesen, dass sie und der Rest der Truppe auch mit Ende 50 topfit und vor allem publikumsnah sind. Das Backstage war der perfekte Ort für dieses unglaublich gei… (ups!) Konzert! ARMIN RÖSL

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