Harter Bruch

von Redaktion

Lesenswert ((((;

Deborah Levys Leben bricht auseinander. Die britische Autorin lässt sich von ihrem Mann scheiden, muss mit der Tochter in einen Plattenbau ziehen und mitansehen, wie das Leben aus ihrer Mutter schwindet. All diese Ereignisse und ihre Gedanken verarbeitet Levy in „Was das

Leben kostet“. Der Essay liest sich wie ihr Tagebuch – und ist doch poetisch und bildlich geschrieben. Auch zieht sie oft Zitate von anderen namhaften Künstlern heran, um diese als Orientierungshilfe zu nutzen. Denn der Weg weg vom alten in ein neues Leben ist für Levy mit vielen schwierigen Momenten gepflastert. Ihre Enttäuschung ist in den Anekdoten und Metaphern oft spürbar – ohne dass die Autorin dabei jemals rührselig wird. Zwischendrin aber blitzt immer stärker die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Dasein in Freiheit durch. Auf eines, das durchaus wert ist, auch geschätzt zu werden.  ama

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