Die Schriftstellerin Jeanne (Sophie Marceau), glücklich verheiratet, zwei Kinder, erfolgreich, leidet unter Teilamnesie. Das bedeutet, sie kann sich nicht an die ersten acht Jahre ihres Lebens erinnern. Als sie mit der Arbeit an einem neuen Roman beginnt, forscht sie nach dieser verlorenen Kindheit. Und immer mehr Dinge in ihrem wohlgeordneten Alltag geraten in Bewegung. Die Suche nach der Vergangenheit als Puzzlespiel – das erinnert an Vorbilder wie Christopher Nolans „Memento“ (2000). Manches wiederum mehr an Doppelgängergeschichten im Stile von „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Von allem hat sich Marina de Van 2009 für ihren eigenen Film „Don’t Look Back“ spürbar inspirieren lassen. Trotzdem gelingt es ihr, aus der arg komplexen Geschichte etwas Neues entstehen zu lassen. Man muss nur gut aufpassen, um sämtliche Hinweise mitzubekommen. ulf