Wenn es einen Archetyp des Singer-Songwriters gibt, dann ist das James Taylor. Klar: Bob Dylan, Neil Young, Van Morrison, Leonard Cohen. Nur: Die womöglich genialeren Kollegen sahen einfach nicht so gut aus wie „sweet baby James“. Und sie hatten auch nicht den samtenen Jungmänner-Schmelz, der jede noch so quälende Nabelschau goutierbar machte. Zwischen 1970 und 1976 veröffentlichte Taylor sechs Alben bei Warner Bros. Diese Alben werden nun gebündelt in einer Vinylbox wieder aufgelegt. Taylor war nicht nur ein feiner Gitarrist, seine Lieder haben außerdem häufig, was vielen anderen Troubadouren abgeht: Groove und Soul. Vieles gibt es in der Box zu entdecken. Etwa, dass die LP „One Man Dog“, seinerzeit von der Kritik geschmäht, womöglich doch seine Beste ist. Ein Album aus lauter Fragmenten, als hätte er nur mal kurz angespielt, was ihm in den Sinn kommt. Dennoch ist hier alles ausformuliert, sind die Melodien packend. Das ist dann doch fast genial. lö