IN KÜRZE

Filmfest Venedig vor der Preisvergabe

von Redaktion

Es könnte das Festival der Frauen werden. Im Wettbewerb der Filmfestspiele Venedig waren nur zwei Beiträge von Regisseurinnen zu sehen. Dennoch dominierten in den anderen Werken häufig Geschichten über eigenständige Frauen – selbst wenn ein Mann Regie führte. Deswegen deutet vieles darauf hin, dass bei der Preisverleihung an diesem Samstagabend Frauen im Mittelpunkt stehen werden. Zu den Favoriten auf den Goldenen Löwen für den besten Film zählt „Ema“ von Pablo Larraín, ein energiegeladenes Werk über eine Frau (Mariana di Girolamo), die sich nicht um Konventionen schert. Möglicherweise zeichnet die Jury auch die Arbeiten der beiden Regisseurinnen im Wettbewerb aus. Immerhin legte Shannon Murphy mit ihrem Debüt „Babyteeth“ ein eigenwilliges Drama um eine krebskranke Jugendliche vor, während Haifaa Al Mansour in der deutschen Koproduktion „The perfect Candidate“ den Kampf der Frauen in Saudi-Arabien um Gleichberechtigung beleuchtete. Darüber hinaus gab es in diesem Jahr gleich mehrere Beiträge, die das kunstvolle und experimentierfreudige Kino feiern, darunter „No. 7 Cherry Lane“ von Yonfan. Auch er könnte geehrt werden. Zu den Favoriten unter den Schauspielern zählen Joaquin Phoenix und Scarlett Johansson.  iki

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