Die Münchner Residenzwoche findet in diesem Jahr vom 11. bis 20. Oktober unter dem Motto „Europa in der Residenz“ statt. Auf dem Programm stehen neun Konzerte und rund 90 Themenführungen. Dabei sollen die europäischen Wurzeln der Residenz und die Faszination der Wittelsbacher Herrscher für Kunstschätze aus ganz Europa deutlich werden. Es spielen unter anderem die Accademia Bizantina, das Bayerische Jugendbarockorchester und Ingolf Turban. Angeboten werden auch Barocktanz für Kinder oder ein Vortrag über den „Odyssee-Zyklus“ von Ludwig I. Informationen unter www.residenzwoche.de.
Nach den Vorwürfen gegen Placido Domingo wegen sexueller Belästigung erheben nach neuen Recherchen der Nachrichtenagentur AP elf weitere Frauen Anschuldigungen gegen den Opernstar. Dabei gehe es um Berührungen, Belästigung oder andere unangebrachte Handlungen. Eine Sprecherin Domingos bezeichnete die Berichterstattung als „Kampagne“, die nicht nur in vielerlei Hinsicht nicht stimme, sondern auch „unethisch“ sei. Es werde ein irreführendes Bild von Domingo gezeichnet. Nach ersten Berichten von AP Mitte August hatte der Spanier die Vorwürfe sexueller Übergriffe zurückgewiesen.
Mit Standing Ovations ist Bernard Haitink am Freitagabend in Luzern gefeiert worden. Im dortigen KKL-Saal beendete der 90-jährige Dirigent seine Karriere. Wieder wie kürzlich in Salzburg stand er am Pult der Wiener Philharmoniker (wir berichteten). Zentralwerk des Abends war Bruckners siebte Symphonie. Seine Frau Patricia begleitete Haitink danach von der Bühne. Für seinen Bühnenabschied nach einer 65-jährigen Karriere hatte sich der gebürtige Niederländer Blumen oder Ansprachen verbeten. Erst beim anschließenden Empfang richtete er ein paar Worte an die Anwesenden. Ursprünglich hatte Haitink davon gesprochen, ein „Sabbatical“ einzulegen. Mancher glaubt nun, dass der Star – falls man ihn um ein Einspringen bitten würde – durchaus noch einmal zurückkehren könnte.
Dieter Hallervorden (84) steht derzeit mit seinem Nachwuchs auf der Theaterbühne. In der Komödie „Adel verpflichtet“ ist nicht nur der Komiker zu sehen, sondern auch sein Sohn Johannes (20). Nach Angaben des Berliner Schlosspark Theaters ist es das erste Stück, in dem beide Hallervordens mitmachen. Als Vorlage dienten der Roman „The Autobiography of a Criminal“ von Roy Horniman und der Film „Adel verpflichtet“ von 1949. Ein inhaftierter Adeliger erzählt hier dem Henker, welche Verwandten er umgebracht hat, um Graf zu werden und seine Geliebte zu beeindrucken. Hallervorden und Sohn spielen die Mordopfer und übernehmen gleich mehrere Rollen.