Fabrizio, Fürst von Salina, ist der Letzte der sizilianischen Adelsfamilie, die in ihrem Wappen einen tanzenden Leoparden führt. Und elegant wie sein Wappentier bewegt sich der Fürst selbst, schnurrt, kann die Krallen aber auch ausfahren und unversehens treffen. Keines seiner Kinder vermag es, in seine Fußstapfen zu treten; und sein vielversprechender Neffe Tancredi ist zu früh gestorben. Der berühmte Roman „Der Leopard“ von Giuseppe Tomasi Herzog von Palma und Fürst von Lampedusa, der die Geschichte seines Vorfahren verarbeitete, setzte 1954 Maßstäbe. Von Luchino Visconti 1963 kongenial verfilmt, zeigt der Text in der neuen Übersetzung von Burkhart Kroeber seine literarische Qualität und seinen Unterhaltungswert. Thomas Loibl liest die schönen Passagen mit angenehmer Stimme. Mit seiner deutlichen Artikulation malt er Szene für Szene vor das geistige Auge des Zuhörers – ein Genuss. hilo