Frank Zappa sah sich weniger als der Anarcho-Rocker, der er auch war, denn als klassischer Komponist – und in seinen späteren Lebensjahren, in denen Kent Nagano oder Pierre Boulez seine Werke dirigierten, wurde er als solcher auch anerkannt. „Orchestral Favorites“ war 1979 ein zweischneidiges Schwert. Immerhin zeigte es Zappa zum ersten Mal mit Orchester – er war vier Jahre zuvor dank des Hits „Don’t eat the yellow Snow“ zu Geld gekommen und hatte davon gleich ein 37-köpfiges Ensemble gebucht, um Werke, die zum Teil bereits im Rockgewand erschienen waren, einmal live mit Pauken und Trompeten zu erleben. Doch der Mitschnitt, den er als 4-fach-LP veröffentlichen wollte, fiel bei der Plattenfirma durch, sie gab Teile davon ohne Zappas Placet mit lausigem Sound heraus. Diesen Fehler korrigiert der „Zappa Family Trust“ nun und präsentiert „Orchestral Favorites“ in audiophiler Qualität und mit dem Respekt, den es verdient. lö