Mit einer Mischung aus Tagebuch, Collagen-Kunst und Comic ist die niederländische Zeichnerin Maaike Hartjes einer Plage zu Leibe gerückt, die zur Volkskrankheit auswächst. Dass sie am Burnout-Syndrom leidet, merkt die Künstlerin, als sie nach einem nervenaufreibenden Auftrag erschöpft ist und eine vierwöchige Auszeit nichts ändert. Schnell gesellen sich depressive Episoden und Angstattacken hinzu; die in Amsterdam lebende 40-Jährige zieht die Notbremse. Sie sagt alle Aufträge ab und begibt sich auf eine gut sechsmonatige Reise zu sich selbst. Begleitet hat sie dabei ein kleines Buch, in das sie, als einzige tägliche Aufgabe an sich selbst, ihren Gemütszustand und ihre Erlebnisse notiert. Herausgekommen ist ein lesenswertes Büchlein für alle, die mit der Materie zu tun hatten, aber auch alle anderen – um eine Ahnung von Warnsignalen und Symptomen der Krankheit zu bekommen. cu