1. „Das Wichtigste: Wenn man sich Dinge merken will, dann muss man sie sich auch wirklich merken wollen. Denn Interesse schafft emotionale Verknüpfungen und allein die helfen schon enorm. Das Gehirn versucht aus all dem, was täglich auf uns einströmt, das Wichtigste herauszufiltern. Etwas, was man sehr gern hat, merkt man sich deshalb auch gut. Oder auch etwas, was man gar nicht mag – um es künftig zu meiden.“
2. „Viele Menschen haben das Problem, dass sie häufig Sachen verlegen oder sich nicht merken können, ob sie die Herdplatte ausgeschaltet oder die Wohnungstür abgeschlossen haben. Dagegen hilft, sich eine Merkhilfe zurechtzulegen, die einen erinnert, eine Sache getan zu haben. Beispiel Tür: Nachdem man sie zugesperrt hat, künftig immer kurz gegen die Tür klopfen. Wenn man sich später fragt, ob man zugesperrt hat, wird man sich an den Vorgang des Klopfens besser erinnern als an den reinen Routinevorgang des Zusperrens. Entscheidend ist, dass man diese typischen Abläufe, dieses Handeln ohne nachzudenken, durchbricht. Allgemein formuliert: Wer häufig etwas verlegt oder vergisst, Dinge gemacht zu haben, sollte die Aufmerksamkeit bewusst darauf lenken. Letztlich: Achtsamkeit!“
3. „Gesichter/Namen merken: Das Prinzip ist ähnlich wie beim Wörtermerken: Man muss zwischen dem Gesicht und dem Namen eine Verbindung herstellen, auf bildhafte Weise. Da wird aus Thomas zum Beispiel die Tomate. Dieses Bild verknüpft man dann mit dem Gesicht. Am besten nimmt man dafür ein markantes Merkmal. Hat Thomas rote Haare – perfekt, Tomate. Wichtig ist, diese Assoziation danach zu wiederholen, bis sie im Langzeitgedächtnis gespeichert ist. Eine zweite Methode ist, sich zu fragen, kenne ich jemanden, der auch so heißt? Und dann Parallelen herzustellen. Thomas Müller zum Beispiel. Vielleicht ist der Thomas, den man kennengelernt hat, dünn und sportlich wie der Fußballer Thomas Müller – schon ist da eine Verbindung, die man sich merken kann.“