Frauen können’s auch. Nur leider nicht automatisch besser, wie die weiblichen Remakes von Kinohits wie „Ghostbusters“, „Was Frauen wollen“ oder „Ocean’s Eleven“ belegen. Trotzdem war es nur eine Frage der Zeit, ehe man sich in Hollywood an weiteren Klassikern wie „Zwei hinreißend verdorbene Schurken“ mit Steve Martin und Michael Caine oder „Zwei erfolgreiche Verführer“ mit Marlon Brando und David Niven vergreifen würde. Anne Hathaway und Rebel Wilson verdingen sich in deren Fußstapfen als elegante Betrüger-Lady und eher plumpe Taschendiebin an der Cote d’Azur. Zur Zweckgemeinschaft verdammt, wagen sie sich auf immer kühnere Beutezüge. Die verlässlich soliden Schauspielerinnen bemühen sich in diesem Destillat aus mindestens zehn thematisch wie örtlich ähnlichen Filmen um Spielfreude und Haltung. An ihnen liegt’s nicht, dass „Glam Girls“ ein allzu braves Lustspielchen bleibt. Der Bonusteil mit Comedy-Unterricht ist dann allerdings ganz witzig. ulf