Wenn es an einem einzigen Abend zuerst um Greta Thunberg geht, dann um Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt, und anschließend um die bewegte Geschichte der Penne all’arrabbiata – dann können nur Wigald Boning und Bernhard Hoëcker auf der Bühne stehen. Deutschlands gewiefteste Besserwisser-Comedians waren jetzt erneut im ausverkauften Münchner Lustspielhaus zu Gast, mit ihrer Schlaumeier-Show „Gute Frage“. Und weil die guten Fragen ja immer vom Publikum vor Ort stammen, verläuft jeder Abend anders – aber jedes Mal brillant bekloppt.
Von den beiden Blitzgescheiten erfährt man so vieles, das man immer schon wissen wollte – aber auch, was man garantiert niemals wissen wollte. Boning enthüllt, dass er im früheren Leben ein Shetlandpony war, und dass er als Verkehrsmittel der Zukunft nicht ans Fliewatüüt glaubt, sondern an Solar-Zeppelins. Hoëcker plaudert aus, dass er passionierter Nasenduscher ist, „besonders gern im Zug“. Das erfreut die Mitreisenden.
Die Zuschauer spielen wunderbar mit und stellen als Chefautoren des Abends abstruse Fragen wie diese: „Warum kaufen wir eine runde Pizza in einer viereckigen Schachtel, um sie dann in Dreiecken zu essen?“ Hier muss Hoëcker gscheidhaferlnd eingreifen: „Es handelt sich nicht um Dreiecke, sondern um Kreissegmente!“ Ernsthaft gemeinte Tipps hat Wigald Boning auch parat: „Beim Weltenretten fängt man am besten bei sich selbst an.“ Und so bleibt als beste Frage des Abends: Wann kommt diese prächtige Klugscheißerei endlich ins Fernsehen?