Zugegeben: Es fällt leicht, sich an Brantley Gilbert und seiner Musik zu reiben. Der in Georgia lebende 34-Jährige ist bekennender Waffenfan, steht schon mal mit Schlagring auf der Bühne und erzählt gern, wie er zur Musik fand: Mit 19 Jahren hatte er einen schweren Autounfall, als er betrunken mit seinem Truck von der Straße abkam. Mit eigenen Songs verarbeitete er das Erlebnis und fand einen Sound zwischen Country-Pop und Mainstream-Rock. Der wiederum macht Gilbert bei Country- Puristen zum roten Tuch, Rockfans wiederum belächeln ihn als zu schmalzig. Mit seinem fünften Album sucht er neues Terrain und nimmt Vocoder-Pop und Rap in seinen Mix auf. So blöd es klingt: Man muss sich diesen überproduzierten Schwachsinn fast anhören, um etwas über Fallhöhe zu lernen. So schätzt man das Werk echter Country-Songwriter wie Jason Isbell,
Brandi Carlile oder Chris Stapleton umso mehr. cu