Dancehall-Denkmal

von Redaktion

Hörenswert ((((;

„This is Seeed, ya!“ Vorzustellen braucht sich die Combo aus Berlin längst nicht mehr. Nach dem Tod von Sänger Demba Nabé musste sie sich aber in Teilen neu erfinden. Pierre Baigorry alias Peter Fox und Frank Dellé alias Dellé entschieden sich fürs Weitermachen, und diesen Vibe atmet „BAM BAM“, auch wenn der lebensfrohe Dancehall-Reggae-Mix gelegentlich ernsten Tönen weicht. Im fünften Album lebt der verstorbene Freund weiter: Der Opener „Ticket“ ist Nabé gewidmet, und für den letzten Track „What a Day“ nutzen sie eine alte Tonspur. Dazwischen kommen Seeed gewohnt lässig mit Bläsern, Bässen und wabernden Beats daher. Das klingt entspannt und behandelt neben den klassischen Themen Frauen („Lass sie gehn“) und Party („Love Courvoisier“) neuerdings auch Politisches („Komm in mein Haus“). Dass das funktioniert, wollen Seeed bei den ausverkauften Konzerten in der Olympiahalle am 29. und 30. Oktober sowie am 27. November zeigen. kb

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