Die Münchner Olympiahalle mit ihren rund 10 000 Plätzen zu füllen – das muss man als Kabarettistin oder Kabarettist erst einmal schaffen. Als Monika Gruber vor einigen Tagen die Dernière ihres aktuellen Programms „Wahnsinn!“ vor ganz großem Publikum ankündigte, klangen ihre Worte noch, als habe sie Angst vor der eigenen Courage: „Ich hoffe, ich kriege das hin und es sitzt nicht nur meine bucklige Verwandtschaft da.“
Die Sorge, dass sich zu wenige Fans um Karten für den Abend am Mittwoch, 11. Dezember, bemühen, scheint unbegründet – im Gegenteil. Unter dem Ansturm der Anfragen brach der Server der Agentur Stage im oberösterreichischen Marchtrenk bei Linz zusammen, und zwar „bevor die Vorstellung überhaupt freigeschaltet wurde“, wie eine Agentur-Sprecherin am Montagmorgen mitteilte. Die Zahl der Zugriffe sei „enorm“. Man bedauere diesen Umstand. „Unsere Techniker arbeiten auf Hochtouren, es wird noch ein wenig dauern, bis der Server wieder funktioniert“, hieß es. Am Montagnachmittag war die Stage-Seite zwar erreichbar, allerdings hieß es in Sachen Monika Gruber stets: „Die Veranstaltung wurde nicht gefunden.“
Gruber selbst (Foto: Tibor Bozi) äußerte sich zerknirscht: „Mei, wie peinlich!“ Am Abend dann änderte die Kabarettistin kurzerhand den Modus für die Kartenbestellung. Auf ihrer Homepage bat sie um Reservierungsanfragen per Mail an office@agentur-stage. Die 48-Jährige und ihr Management vermuten Hacker hinter dem Serverausfall: „Diese wollen anscheinend nicht, dass man bei uns Karten buchen kann und versuchen alles daran zu setzen, dies zu verhindern.“ Sie entschuldige sich für die „unangenehme Situation“.
Wie berichtet, will Monika Gruber anschließend ab Januar eine eineinvierteljährige Pause einlegen. Sie wolle wieder „ein bisschen leben, denn nur dann kann ich auch etwas erleben, über das ich dann erzählen kann“, hatte sie im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert.