IN KÜRZE

Autorin Vera Friedländer gestorben

von Redaktion

Der wegen sexueller Nötigung verurteilte Ex-Präsident der Musikhochschule München, Siegfried Mauser, ist seinem Rauswurf aus der Bayerischen Akademie der Schönen Künste zuvorgekommen. Mauser habe seinen sofortigen Austritt erklärt, teilte Akademie-Präsident Winfried Nerdinger mit. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte Anfang Oktober das Urteil des Landgerichts München I bestätigt, das Mauser im Mai 2018 wegen sexueller Nötigung in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt hatte. Nach der BGH-Entscheidung hatten die Mitglieder der Bayerischen Akademie der Schönen Künste einstimmig erklärt, ein Ausschlussverfahren gegen Mauser einzuleiten.

Paul McCartney (77; Foto: Ian West/PA/dpa) sieht den Brexit als „Schlamassel“ – und hält mit umso mehr Liebe zu Europa dagegen. „Wir haben ja nicht unsere Gefühle für Europa verloren – ganz gleich, was passiert“, sagte der Musiker der „Welt am Sonntag“. „Wir hier bei uns, wir wollen mit Europa weiterhin sehr eng verbunden sein.“ Allerdings hätten die Briten zur Frage eines EU-Austritts 2016 „nun mal so abgestimmt“, und der Brexit werde von der Politik jetzt umgesetzt, „denn es ist der Wunsch des Volkes“, sagte McCartney. Dass viele Menschen angesichts der aggressiven Debatten dieser Zeit Trost in der Musik finden, stimme ihn zuversichtlich. Eine Sonder-Edition zum 50. Geburtstag des Beatles-Albums „Abbey Road“ von 1969 war kürzlich weltweit hoch in die Charts eingestiegen. „Mir gefällt die Vorstellung, dass Musik eine positive Flucht aus alldem ermöglicht.“

Die Schriftstellerin Vera Friedländer, die sich als Mädchen an einer erfolgreichen Protestaktion gegen die Nazis beteiligte und später als Zwangsarbeiterin in einer Schuhfabrik versklavt wurde, ist tot. Die Autorin starb am Freitag im Alter von 91 Jahren bei Berlin, wie der Verlag Das Neue Berlin unter Berufung auf ihren Sohn Ulrich Schmidt am Sonntag bestätigte. Die Mitbegründerin des Jüdischen Kulturvereins Berlin hatte in ihrem 2016 erschienenen autobiografischen Werk „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“ (Das Neue Berlin) über ihr Schicksal berichtet. Zahlreiche Mitglieder der Familie der 1928 in Woltersdorf bei Berlin geborenen Autorin wurden von den Nationalsozialisten deportiert und unter anderem in den Konzentrationslagern Auschwitz und Theresienstadt ermordet. Friedländer gründete nach dem Krieg in Berlin eine Sprachschule, die seit 30 Jahren vornehmlich Einwanderer aus Osteuropa unterrichtet.

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