Ursprünglich war der Film als Diplomprojekt von Tilman Singer an der Kunsthochschule Köln gedacht. Doch die mysteriöse Geschichte um eine verletzte Frau, ihre geheimnisvolle Freundin und den Polizeipsychologen, die sich alle in der Nacht auf einer Polizeiwache, in einer Bar und einem Krankenhaus begegnen, entwickelt schnell einen Sog. Mögen die Handlungsstränge noch so artifiziell verwoben und mitunter anstrengend sein, die zeitlos arrangierte Fantasiewelt fasziniert sofort. Die Darsteller, von Julia Riedler bis Luana Velis, vermitteln Begeisterung an diesem Mystery-Horror-Märchen im Stile alter Dario-Argento-Filme. Dieser Eindruck ist kein Zufall, wie man von Produktionsdesigner Dario Mendez Acosta im Bonusteil lernt. Auch manch offene Fragen lösen sich auf. Dazu gibt’s Kurzfilme und ein Booklet mit Drehbuchauszügen. ulf