Darf man sich über den Nahostkonflikt amüsieren? Wenn man es tut wie Regisseur Sameh Zoabi und Drehbuchautor Dan Kleinman: aber ja! Mit „Tel Aviv on Fire“ gelingt ihnen eine charmante Komödie über den Wahnsinn, der sich im Grenzgebiet zwischen Israel und Palästinensergebiet ereignet. Der Film führt vor Augen, dass die Menschen, die sich an den Sicherheitsposten begegnen, mehr gemeinsam haben, als sie sich eingestehen wollen. Deutlich wird das über die fiktive Seifenoper „Tel Aviv on Fire“. Abend für Abend vereint sie Israelis und Palästinenser vor den Bildschirmen. Doch Drehbuchautor Salam fällt nichts ein. Ausgerechnet ein israelischer Kommandeur hilft ihm beim Schreiben. So wird der Serienplot immer pro-israelischer. Und der Film herrlich schräg. Eine absurde Komödie mit immergültiger Botschaft: Nur wer die Vorurteile fallen lässt, hat die Chance auf fruchtbare Begegnungen. kjk