Der Sommer 1987 begann in Deutschland verregnet. Für einen Briten aber voller Sonnenschein. Rick Astley, von manchem Kritiker belächelt, von den Massen bejubelt, feierte damals den Sommer seines Lebens. Von 1987 bis 1991 landete er Hit für Hit. „Never gonna give you up“, „Whenever you need somebody“, „Together forever“ – jeder neue Takt trägt einen als Hörer zurück in schummerig beleuchtete Partykeller, in die Arme der ersten großen Liebe, ins von Liebeskummer-Tränen durchtränkte Jugendbett-Kissen. Wenn Astley jetzt sein Best-of-Album vorlegt, ist das ein Dank an alle, die ihm auch nach den weniger erfolgreichen Alben wie „Body & Soul“ (1993) und „Portrait“ (2005) treu blieben. „Ich hoffe, ich habe Euch wirklich das Beste von mir gegeben“, schreibt er im Booklet. Und schenkt ihnen auf CD 2 zehn Klassiker in neu eingespielter Version. „Never gonna give you up“: nur seine Stimme und das Piano – man muss schon kalt wie der Winter sein, um da nicht Frühlingsgefühle zu bekommen. kjk