Ein Fisch namens „Fisch“

von Redaktion

Das GOP überzeugt in der Vorweihnachtszeit mit „Slow“

Endlich Ruhe, endlich Besinnlichkeit! Das klappt in der Vorweihnachtszeit – natürlich nie. Und angelehnt daran   ist   auch  der  Titel des neuen GOP-Programms „Slow“ ein wunderbares Täuschungsmanöver. Von wegen „It’s Slowtime“, von wegen langsam. „,Slow‘ lebt von einem unglaublichen Tempo“, lacht Werner Buss, Kreativchef des Münchner Varietés. Wobei: Ein bisschen Beschaulichkeit hat die Slow-Show dann doch zu bieten dank Conférencier Claude Criblez aus dem nicht für übertriebene Hektik bekannten Bern.

Was genau der Schweizer, der so entspannt und lakonisch klingt wie der große Emil Steinberger, im GOP vollführt, soll hier nicht im Detail erklärt werden. Denn es würde den Besuchern einen guten Teil der Überraschung nehmen. Nur so viel: Seine Nummern finden weniger auf der Bühne statt, als vielmehr über den Köpfen der Zuschauer. Criblez und sein Flugzoo, in dem ein Fisch namens „Fisch“ und eine kopflose Problemkatze die Hauptrollen spielen, gehören zum Lustigsten und Verblüffendsten, das seit der München-Premiere 2008 im GOP zu sehen war.

Der Rest setzt aufs Taschentuch-Motto „Tempo, Tempo, Tempo!“ Pianistin und Sängerin Ingrid Korpitsch aus Wien lässt es mit Carole Kings „I feel the Earth move“ beben. „Tricked out“ aus den USA zeigen atemberaubend schnelles Seilhüpfen. Und Hazel Bock aus Australien jongliert mit den Füßen spektakulärer als die meisten Kollegen mit den Händen. „Slow“ ist ein hinreißendes Programm, das Varieté-Fans (ent)schleunigst bestaunen sollten. JÖRG HEINRICH

Weitere Vorstellungen

bis 12. Januar 2020; Karten: 089/210 288 444.

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