Der Mallorca-Urlaub des Lehrerpaars Liv (Luise Heyer) und Malte (Maximilian Brückner) wird zum Albtraum, als drei Jugendliche das Paar überfallen und Liv vergewaltigen. Zwei Jahre und unzählige Therapiesitzungen später will Liv von der Sache nichts mehr hören. Da trifft Malte einen der drei Täter und verfolgt ihn. Er kennt, getrieben von Wut und Scham, kein anderes Ziel mehr als Vergeltung. Streckenweise mutet „Das schönste Paar“ daher an wie ein klassischer Rachethriller. Doch zum Glück geht es Drehbuchautor und Regisseur Sven Taddicken um Gerechtigkeit, die nie wieder herzustellen ist. Um die Nachwirkungen und die Hilflosigkeit angesichts
einer Gewalttat. Nicht nur jene der Opfer, sondern auch jene des Umfelds, das ebenfalls betroffen ist. Taddickens schonungslos direkter Spielfilm ist eine Tour de Force für die Hauptdarsteller, die man, ohne Übertreibung, fast noch nie besser gesehen hat. ulf