Balladen eines Besessenen

von Redaktion

Hervorragend (((((

Der Mann ist erst 26, stammt aus Ulm, hat ein paar Opernerfahrungen gesammelt, besonders aber als Liedsänger Preise abgeräumt. Und nun dies: eine Debüt-CD, die zum Besten gehört, das heuer an Solo-Alben erschienen ist. Bariton Konstantin Krimmel widmet sich auf „Saga“ Balladen von Schubert, Schumann, Loewe und dem eher unbekannten Adolf Jensen (1837-1879). Das passt, weil Krimmel einen fast besessenen Nuancierungsdrang hat, auch eine Lust am Dramatischen, am theatralischen Erzählen. Krimmels Stimme klingt erstaunlich reif, kann sich klein und biegsam machen für die lyrische Introspektion und fürs Zärteln, aber auch weiten für die Attacke. Dass er manchmal an Grenzen geht und die Tempi zur Verdeutlichung arg dehnt, macht gar nichts. Die seelenverwandte Doriana Tchakarova bietet dazu am Klavier fast orchestralen Reichtum. Eine hochspannende, furiose CD, die zeigt: Es wird ein bisschen enger für die Bariton-Stars.  th

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