35 Jahre liegt ein verheerender Brand im Atelierhaus des renommierten Zero-Künstlers Heinz Mack zurück. Dabei wurden auch Arbeiten von Macks Künstlerfreunden beschädigt. Erstmals räumt der heute 88 Jahre alte Mack Fehler im Umgang mit den Werken ein, die er später eigenhändig restaurierte und verkaufen wollte. „Ich persönlich habe mir nichts vorzuwerfen, aber wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann, dass ich die Restaurierungsarbeiten nicht auf den Werken vermerkt habe“, sagte Mack. Zuvor hatten der wegen Millionenbetrugs verurteilte Kunstberater Helge Achenbach und der renommierte Galerist Rudolf Zwirner Täuschungsvorwürfe gegen Mack erhoben. Achenbach hatte einige Arbeiten Ende der Achtzigerjahre von Mack gekauft, sie ihm dann aber wegen Zweifeln an der Echtheit zurückgegeben. Sechs durch das Feuer beschädigte Arbeiten von Yves Klein, Joseph Beuys, Max Bill, und Arman habe er mit restauriert, und zwar „im Dialog“ mit zwei Restauratoren, so Mack. Achenbach habe ihm die restaurierten Objekte sowie sieben weitere Arbeiten abgekauft.
In den 40 Jahren seiner Weltkarriere hat Gordon Matthew Thomas Sumner, besser bekannt als Sting, schon 17 Grammys nach Hause getragen. Nun ist der britische Rockstar um eine Auszeichnung reicher – den ersten „Lebenswerk“-Preis der neuen „International Music Awards“ (vom „Rolling Stone“ und dem Axel Springer Mediahouse Berlin). Der Hero orientiert sich an künstlerischer Relevanz, nicht am Kommerz. Die Statuette wurde Sting (68) bei einer Premieren-Gala unter großem Publikumsjubel von Udo Lindenberg überreicht. Sting betonte, dass er sich nicht als Held fühle. Beeindruckend war in Berlin das starke Engagement vieler Künstler für sexuelle Toleranz und gesellschaftliche Offenheit, gegen Rechtsextremismus und Nationalismus – ein Kontrastprogramm zum weitgehend unpolitischen Echo. Dieser war seit seiner Einführung 1992 der wichtigste deutsche Musikpreis gewesen: auf Basis von Verkaufszahlen. Der Skandal um die als antisemitisch eingestuften Rap-Texte der Echo-Preisträger Farid Bang und Kollegah führte 2018 zum Ende des Preises.
Vor der „Calisto“-Premiere am Samstag musste der Intendant des Staatstheaters Nürnberg noch am Freitag eine besondere Mutprobe bestehen: Jens-Daniel Herzog sang in der letzten Vorstellung von Giuseppe Verdis Oper „Don Carlos“ in seiner eigenen Inszenierung gewissermaßen Playback. Er spielte auf der Bühne und bewegte seine Lippen zur Musik, während der kurzfristig als Ersatz engagierte Hovhannes Ayvazyan die Titelpartie vom Bühnenrand aus sang. Er sei so kurzfristig eingesprungen, dass es nicht mehr möglich gewesen sei, die Rolle szenisch einzuüben, erklärte Theatersprecherin Anna Ermann.