Mimmo, Christofaro und Celeste lernen, dass das Recht immer auf der Seite des Stärkeren liegt. Und dass das Gesetz der Straße stets über dem Gesetz der Polizei steht. Im Armenviertel Palermos, in dem diese Geschichte spielt, ist das die wichtigste Lektion. In wuchtiger, bildgewaltiger Sprache erzählt Giosuè Calaciura irritierend beiläufig von Brutalität und Erbarmungslosigkeit gegenüber Menschen und Tieren. Mit der sich aber alle im Hafenviertel Borgo Vecchio anscheinend arrangiert haben. Als der von den Kindern bewunderte Kriminelle Toto die Mutter Celestes heiraten will, kommt sogar etwas Hoffnung auf. Dennoch ist Calaciuras Text ein harter Brocken, schockierend in seinem schnörkellosen Ton und den drastischen Bildern. Vom Erzählstil her ein Märchen für Erwachsene. Vom Erzählten her ein einziger Horrorfilm. ulf