„Die Welt ist nicht geräumiger als die Köpfe, die sie in sich fassen, und die Köpfe sind zumeist enge Nester für selbstbehaglich schmorende Gedanken.“ Eine Aussage, die immer in der Menschheitsgeschichte zutrifft. Ernst Barlach, der berühmte Bildhauer, formulierte sie 1929 in „Wider den Ungeist“ im Hinblick auf die Nazis. Und kam damit in den „Literaturkalender 2020“, der „Jugend und Alter“ thematisiert. Auf dem Cover lächelt Erich Kästner auf Mäderl und Bub herab. Angela Volknant hat die wunderbaren Fundstücke zusammengetragen: zwischen Constance de Salm, 1767 geboren, und Sofi Oksanen, 1977 geboren, zwischen den Kontinenten, zwischen klugen und noch klügeren Beobachtungen und Selbstbeobachtungen. Und deswegen darf sich Yoko Ogawa über „korrekte Irrtümer“ freuen. sida