IN KÜRZE

Turner-Preis geht an vier Künstler

von Redaktion

Opernstar Cecilia Bartoli (53) baut offenbar vor für die Zeit nach der Gesangskarriere. Ab Januar 2023 übernimmt sie die Leitung der Oper von Monte Carlo. Dort wird sie Nachfolgerin von Jean-Louis Grinda. Er wird aber an künftigen Bühnenproduktionen mitarbeiten. Bartoli betonte, sie wolle parallel zu diesem Amt weiter singen. Darüber hinaus bleibt die Italienerin künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele. Ihr dortiger Vertrag gilt vorerst bis 2026.

Die diesjährige Vergabe des Turner-Preises für moderne Kunst hat in der Kunstwelt für Furore gesorgt: Erstmals wurde der wichtigste britische Preis für moderne Kunst an alle vier nominierten Künstler vergeben. Ausgezeichnet wurden bei der Verleihung am Dienstag im englischen Margate Helen Cammock, Tai Shani, Lawrence Abu Hamdan und Oscar Murillo. Die zwei Frauen und zwei Männer hatten die Jury in einem Brief darum gebeten, den Preis teilen zu dürfen, als Statement der „Gemeinsamkeit, Vielfalt und Solidarität in einer Zeit der politischen Krise“. Sie wollten damit nach eigenen Angaben ein Zeichen setzen „in einer Ära, die vom Aufstieg der Rechten und von der Erneuerung des Faschismus geprägt“ sei. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, dass ein renommierter Kultur-Preis entgegen der Konvention an mehrere Nominierte vergeben wird.

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