Das U-Boot taucht ab. Männer rennen in der Enge aufgeregt hin und her. Torpedos, Wasser dringt ein, Panik. Andreas Prochaska („Das finstere Tal“,„Spuren des Bösen“) beginnt seine Serienadaption von Lothar-Günther Buchheims Romanen „Das Boot“ und „Die Festung“ mit einem Paukenschlag: Er lässt ein U-Boot sofort absaufen. Damit gibt er den Takt vor, in dem die 26,5 Millionen Euro teure internationale Koproduktion erzählt wird. Zugleich ist das ein Abnabelungsversuch von Buch und Film von 1981. Was folgt, basiert lose auf der „Festung“ und konzentriert sich neben einem anderen U-Boot auf das Zusammenleben von deutschen Besatzern und französischen Widerstandskämpfern in La Rochelle. Bei Prochaskas „Boot“ gibt es keine Helden. Alle sind korrumpiert, verführbar, unmoralisch. Der Krieg macht Monster. ulf