Das Territorium der USA ist viel größer, als die Landkarte zeigt. Auf Puerto Rico, Guam, Amerikanisch-Samoa und einigen Archipelen leben insgesamt vier Millionen US-Bürger ohne Wahlrecht. Diese Territorien sind neben rund 800 Militärstützpunkten rund um die Welt Ausdruck eines Kolonialreichs, das der US-Historiker Daniel erfasst. Mit kritischem Blick untersucht er die Kolonialgeschichte des Kontinents, beginnend mit den Raubzügen gegen die Indianer über die Eroberung der Philippinen und Puerto Ricos bis zur Einverleibung etlicher Pazifikinseln aus strategischen Gründen. Interessant ist, wie die Amerikaner ihre Kolonien verwalteten: eher improvisiert und wie nebenbei. Trotzdem sind viele ehemalige Territorien noch heute vom US-Einfluss geprägt. sp