Es gibt Bands, die mehr oder weniger sang- und klanglos von der Bildfläche rutschen, obwohl sie qualitativ kaum nachgelassen haben. Sie passen halt nicht mehr zum Zeitgeist. Supergrass etwa surften in den Neunzigern durchaus ganz oben auf der Britpop-Welle. Aber zum Anfang der Nullerjahre schmolz – zumindest außerhalb Englands – die Popularität dahin. 2002 brachten sie ihr exzellentes Album „Life on other Planets“ heraus, das schon nicht mehr groß einschlug, „Road to Rouen“ war 2005 kaum schlechter, wurde allerdings weitgehend ignoriert. Jetzt, zehn Jahre nach der Trennung, kommt mit „The strange Ones“ ein karriereumspannendes Best-of-Album heraus, das noch einmal zeigt, was für eine umwerfende Gitarrenband das war. „Richard III“, „Pumping on your Stereo“, „Sun hits the Sky“ und „Caught by the Fuzz“ euphorisieren wie ein unverhoffter Vorfrühlingstag. Wer diese Musik verpasst hat, ist damit bestens bedient. lö