Opernstar Plácido Domingo hat sich bei den Frauen entschuldigt, die ihm im Zuge der #MeToo-Bewegung Übergriffe vorgeworfen hatten, und damit seine Verfehlungen zugegeben. „Ich möchte, dass sie wissen, dass mir der Schmerz, den ich ihnen zugefügt habe, wirklich leidtut“, hieß es in einer Mitteilung des offiziell 79-jährigen Künstlers am Dienstag. „Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Handeln, und ich bin an dieser Erfahrung gewachsen.“ Mehrere Sängerinnen hatten dem spanischen Künstler teils Jahrzehnte zurückliegende Übergriffe vorgeworfen. Domingo (Foto: Shannon Stapleton/Reuters) hatte die Beschuldigungen bisher zurückgewiesen. Nach den Vorwürfen war er im Oktober 2019 als Chef der Oper in Los Angeles zurückgetreten. Einige Opernhäuser und Orchester in den USA sagten Auftritte Domingos ab. Andere, vor allem in Europa, hielten jedoch weiter am Star fest. „Ich habe mir in den letzten Monaten Zeit genommen, um über die Anschuldigungen nachzudenken, die verschiedene Kolleginnen von mir gegen mich erhoben haben“, hieß es in seiner Mitteilung. „Ich verstehe jetzt, dass einige Frauen vielleicht befürchtet haben, sich ehrlich zu äußern, weil sie befürchten, dass ihre Karriere dadurch beeinträchtigt werden könnte. Das war zwar nie meine Absicht, aber man sollte niemandem dieses Gefühl vermitteln.“
Auch Hollywood ist von dem Ausbruch des Coronavirus in Italien betroffen. Ein dreiwöchiger geplanter Dreh in Venedig für den siebten Teil von „Mission: Impossible“ mit Tom Cruise (57) in der Hauptrolle ist von Paramount Pictures abgesagt worden. Mit Rücksicht auf die Sicherheit und das Wohlergehen der Filmbesetzung werde alles aufgeschoben, zitierten die Branchenblätter „Variety“ und „Hollywood Reporter“ aus einer Mitteilung des Studios. Die Filmarbeiten waren gerade erst angelaufen. Unter der Regie von Christopher McQuarrie kehrt Cruise für die nächsten beiden „Mission: Impossible“-Einsätze als Geheimagent Ethan Hunt zurück. Der siebte Teil soll im Juli 2021 in die Kinos kommen.
Nach über 30 Jahren kommt wieder ein Film des ungarischen Regisseurs István Szabó (81) mit Österreichs Schauspiellegende Klaus Maria Brandauer (76) in die Kinos. Premiere von „Abschlussbericht“ (Zarojelentes) war gestern in Budapest. Beide hatten bei den Erfolgsfilmen „Mephisto“ (1981), „Oberst Redl“ (1985) und „Hanussen“ (1987) zusammengearbeitet. Nun spielt Brandauer einen Budapester Medizinprofessor, der in einem kleinen verarmten Ort Hass und Feindseligkeit erfährt. Der deutsche Kinostart ist offen.