„Tränen sind immer Zeichen für ein gutes Buch“, behauptet Abbie Greaves. Ganz schön selbstbewusst für eine Autorin, deren Roman von einer Ehe handelt, die zuerst an dem verzweifelten Kinderwunsch, schließlich aber am Kind selbst fast zerbricht. Sechs Monate hat Frank mit seiner Frau Maggie nicht gesprochen. Bis sie diesen Zustand nicht mehr erträgt und Tabletten schluckt. An ihrem Bett fängt er endlich an, ihr seine Geschichte zu erzählen. Ihre Version findet sich in einer Art Tagebuch: das gleiche Drama, nur aus der zweiten Perspektive. Liebe, Schuld, Verantwortung, Hoffnung und Verzweiflung – Abbie Greaves verpackt sie so, dass das Buch jenseits von jedem Kitsch zu Tränen rührt. Und sie behält Recht: Ein gutes Buch. mbl