Folk verschmilzt mit Country

von Redaktion

Hervorragend (((((

Als The Byrds mit Gram Parsons 1968 ihr sträflich missverstandenes Album „Sweetheart of the Rodeo“ veröffentlichten, traf ihr Mix aus luftigem Folk und hochemotionalem Country ins Niemandsland zwischen progressive Hippies und konservative Country-Hörer. Viele Bands und Lebenswerke später ist „Westcoast Rock“ ein etabliertes Genre, das mit der Platte von Jonathan Wilson einen neuen Höhepunkt erfährt. „Dixie Blur“ sucht genial nach dem größten gemeinsamen Teiler von Folk und Country. Das Ergebnis verführt mit sanft halligen, bittersüß schmelzenden Melodien und erfährt Fülle durch das Wirken einer abgebrühten Bande von Country-Haudegen aus Nashville. Dass das Album in gerade mal sechs Tagen eingespielt wurde, tut ihm gut. Es klingt homogen und darf im Regal guten Gewissens zwischen die Werke von Crosby, Stills & Nash, Neil Young, The Byrds und die Nashville-Alben von Bob Dylan gestellt werden.  cu

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